Journalist mit Presseausweis und Laptop

"Alle Welt klagt über den Journalismus, aber jedermann möchte ihn für sich benutzen."
© Gustav Freytag , (deutscher Schriftsteller)

Fitness im Wald und Freiheit für die Füße – Woche 13 im Gumeno Blog

Woche 13 - 21.Februar 2026

Fußgefängnis Adè

Fuß als Cartoonfigur im Gefängnis

Oft stiefmütterlich vernachlässigt und doch so wichtig wie die Luft zum Atmen: Füße. Meist in mehr oder minder abgeschlossene Kammern verfrachtet, fristen sie ihr Dasein in der Dunkelheit des Schuhgewölbes. Doch das muss nicht sein. Also Schuhe aus und los geht's.

Was jedoch in der Savanne in vergangenen Zeiten Standart war, ist heutzutage selten gleich sinnvoll. Die Füße müssen sich erst an ihr nacktes Dasein gewöhnen. Kaum Dämpfung, kaum Fußbett, leichter Stoff - Der Barfuß-Schuh stellt das Bindeglied zwischen Blank-Ziehen und Fußgefängnis dar.

Optisch am Auffälligsten ist die breite Zehenbox und die flache Sohle, die jede Unebenheit nahtlos an die Nerven der Fußsohle weiterleitet. Es dauert jedoch, bis sich die Füße an diese neugewonnene Freiheit gewöhnen - stundenweise Anpassung ist nötig, sonst geht's nach hinten los.

Der Vorteil ist, dass der natürliche Gang so wenig wie möglich beeinflusst wird. Körpergefühl und Fußmuskulatur jubeln. Und die Schuhe sind langlebig und nicht trendgetrieben. Kein Air und Dämpfungswahn und der ganze Zauber. Minimalismus für die Füße eben. nature.com

Minimalismus für maximale Muskeln

dicker Mann versucht sich an Klimmzug

Geld ausgeben und dafür Qualen erleiden. Das könnte man in einer bestimmten Art von Vergnügungstempel erwarten. Oder man geht ins Fitnesstudio. Dutzende Geräte, deren Bedienung erstmal ausgiebig studiert werden muss. Und hat man Glück hat ist jenes Gerät dann auch frei, wenn man laut seinem 3-seitigen Plan an der Reihe ist.

Doch es geht auch komplett ohne hochkomplexe Mulitfunktions-Sportgeräte und überteuerte Mitgliedschaften. Callesthenic, Körpergewichtstraining - Jederzeit und an (fast) jedem Ort erlebbar. Kosten: gering bis nichts. Wenn man nicht den Hype von (teils) unnötigen Supplements und todschicken Schweißbändern verfällt. Ideal für Minimalisten, die aber dennoch ihren Speckrollen den Kampf ansagen möchten.

Gut ist natürlich, dass das eigene Körpergewicht immer zentraler Bestandteil des Trainings ist. Die nötige Kraft orientiert sich daran zwangsläufig. Und natürlich wird so Gesundheitskram wie Koordination und Stabilität für die Gelenke ebenfalls verbessert. Und wenn doch etwas nötig wäre, dann vielleicht eine Fitnessmatte , damit der Hintern bei den Rumpfbeugen nicht abfriert.

Kündigt aber jetzt bloß nicht alle eure Fitnessstudio Mitgliedschaften. Die Karteileichen sind nötig um den Ketten ihr finanzielle Überleben zu sichern. Denn ich gehe als Minimalist ins Fitnesstudio - auch der Motivation wegen. Denn für Liegestütze im Fichtenwald reicht der innere Schweinehund dann doch nicht. journals.lww.com

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